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Verlegung des Eggermühlenbaches

Bedenken und Anregungen zur 2. Änderung des Flächennutzungsplanes der Samtgemeine Artland

 

Grüne erheben Bedenken gegen Verlegung des Eggermühlenbaches
 

Grundsätzlich begrüßen Bündnis90 Die Grünen die Bemühungen der Gemeinde Nortrup und der Samtgemeinde die vorhandenen Arbeitsplätze durch eine Erweiterung der Gewerbeflächen zu erhalten und zu stabilisieren.

Unverkennbar ist aber das ein weiteres wirtschaftliches Wachstum nicht das Vorhalten weiterer Flächen erfordert.
So steht der Firma Delkeskamp bereits ein nicht genutztes Flächenpotential zur Verfügung sowie der Firma Kemper ebenfalls ein Erweiterungsgebiet zugedacht ist.
Nach Aussage der Gemeinde Nortrup wird die Firma Kemper im nächsten Jahr mit der Bebauung der Flächen zwischen den beiden bestehenden Fabrikgebäuden beginnen.

Nunmehr eine sinnvolle Sache; wobei zu bedenken ist, das bei der Bewerbung im Niedersachsenpark bereits erhebliche Steuergelder in Anspruch genommen wurde, was sicherlich auch den Landkreis zu seinen Einwänden bewogen hat. Ebenfalls im Frühjahr will die Gemeinde Nortrup, nach Aussagen der Verwaltung, Herr Gramann, mit der Verlegung der Eggermühlenbachs beginnen.

Flächenankäufe zur weiteren Ausdehnung nach Westen werden z.Z. getätigt.
Bündnis90 Die Grünen geben zu bedenken, dass die Verlegung auch gleichzeitig die Zerstörung eins äußerst wertvollen Naturbiotops bedeutet.
Gerade in diesem Abschnitt sind z.B. noch Mühlkoppen angesiedelt, siehe Untersuchungen aus dem Jahr 81 von Gaumert und 96 von Jokwitz.
Noch ist für jeden Bürger die Möglichkeit offen sich selbst ein Bild vom malerischen Bachabschnitt zu machen.
Ein ungeschicktes Eingreifen in den Verlauf des Baches würde dann auch dem Tourismus nicht verborgen bleiben. Die verantwortlichen sind sich darüber im Klaren, dass die Verbindung der beiden Draisinenbahnhöfe genau durch diesen Bereich führt.
Bündnis90 Die Grünen geben weiter zu Bedenken, dass sich auf Grund der steigenden Energiepreise das Verbraucherverhalten und das sich daraus resultierende Wirtschaftsgefüge verändern wird.
In der Veredlungswirtschaft werden 40 % vom Gesamtenergieeinsatz für Nahrungsmittelproduktion und Bereitstellung benötigt.
Wir erwarten zwangsläufig eine Reduzierung der Veredlungswirtschaft mit ihren vor und nachgeschalteten Bereichen. Bündnis90 Die Grünen geben weiter zu Bedenken, dass die Veränderung am Energiemarkt (erst in kommenden Jahr wird die maximale Weltölfördermenge erreicht und dann rückläufig sein) ebenfalls das Verbraucherverhalten verändern wird und eine Erweiterung der Facheinzelhandelsflächen nicht erforderlich ist.
Mit der Prognose einer Reduzierung des Fleisch und Wurstverbrauchs, sowie gleichfalls eine Reduzierung des Verpackungsintensität möchten wir einen verhaltenen Umgang besonders in Bezug auf irreversible Baumaßnahmen empfehlen.

Sollte sich jedoch wider Erwartend das Firmengelände Kemper erweitern müssen so schlagen wir eine Integration des Eggermühlenbachs in das Firmengelände vor.
Erholungsflächen für die Belegschaft wechseln sich mit produktionsbedingten Bachüberquerungen ab.
Die vom Bundesumweltamt geforderte Reduzierung des Flächenverbrauchs von .Z. 100 ha auf 30 ha pro Tag ist identisch mit dem Einwand des Landkreises.

Eine Erweiterung der Gewerbefläche von 6 ha am Einmündungsbereich L 74/K 131 ist nur möglich bei einer Reduzierung anderer gewerblicher Erweiterungsflächen.
 

Antrag und Anregung im Rat  vom 13.12.2006

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