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Regeneratives Problemkind BIOGAS |
| Geschrieben von Administrator am 11.03.2009 |
Unter den regenerativen Energiequellen steht Biogas in der energetischen Energieeffizienz langfristig gesehen nach Windenergie und Fotovoltaik. Kurzfristig kann die Biogastechnologie schon nach einer Vegetationsperiode enorme Mengen an CO2 einsparen.
Es gibt aber sozioökonomische und ökologische Gefahren und Veränderungen
Das besonders hohe wirtschaftliche Interesse einer Biogasanlage liegt, im Vergleich zu Fotovoltaikanlagen, bzw. Windparkanlagen, an den geringeren Investitionskosten für die erzeugte Energiemenge in kWh.
Die geplante Biogasanlage bedient sich durch der Sonnenenergie, die auf 600 ha einfällt bzw. von den Pflanzen zu 4% in organisch gebundener Form festgelegt wird. Im Vergleich ist eine Fotovoltaikanlage pro m2 sogar mit durchschnittlich 14 % einfallenden Sonnenlichts in verbrauchsfähiger Energie, den Pflanzen weit überlegen, doch müsste eine Fotovoltaikanlage 170 ha groß sein um eine ähnlich hohe regenerative Energieleistung zu erhalten.
Die Investitionskosten von ca. 12 Mio. beziehen sich nur auf die Anlage, die benötigte Flächen werden als variabler Kostenpunkt in jedem Jahr geltend gemacht.
Die benötigten Flächen werden zu einem ländliche Strukturwandel und zu ökologischen Veränderungen führen.
Es sind vor allem die steigenden Pachtpreise die das Bild der bäuerlichen Landwirtschaft verändern werden. Dieses wird auch von Bündnis 90 Die Grünen kritisch gesehen. Es ist aber wichtig zu sehen, dass dieser Strukturwandel nicht von der geplanten Anlage in Quakenbrück einzig entschieden wird, sondern vom Klimaschutzpaket der Bundesregierung, als Ganzes, ausgeht. Die neue Novelle des EEG beabsichtigt die Förderung von weiteren 500 Anlagen in der BRD. Entsprechend der bisherigen Flächenstillegung sollen NAWAROS angepasst werden. Das Einbringen von 30 % Gülle hat zunächst einen positiven Einfluss auf die Viehhaltung..
Grundsätzlich sehen Bündnis 90/die Grünen, durch die klimatischen Veränderungen, die Notwendigkeit, aus der Massentierhaltung auszusteigen. Übermäßiger Fleischkonsum und Fettleibigkeit sind Klimabelastend und zudem gesundheitsschädlich und in den Folgekosten teuer erkaufte Gewohnheiten. Es ist schwer vorherzusagen, wie diese Veränderungen ausfallen werden, da sie von vielen Faktoren (Weltagrarhandel, Außenhandelsüberschuss, allgemeine globale Veränderungen) abhängig sind.
Sicher ist nur, das der Hunger in vielen Ländern der Welt zu einem bedeutenden Teil durch unsere Überproduktion an Lebensmittel entstanden ist. Nach der Ära der Butterberge wurden und werden nicht vermarktungsfähige Nahrungsmittel mit Hilfe von Exportsubventionen verbillig auf fremden Märkten angeboten. Dieses führt zu einer Inaktivierung der dortigen heimischen Agrarentwicklung.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen Vortrag von Bärbel Höhn hinweisen!
Von Seiten der Betreiber wird Mais als Spitzenreiter der Energiepflanzen bevorzugt. Durch seine Sonderstellung als C4 Pflanze ist dieser Anspruch auch gerechtfertigt, doch bringt der Maisanbau für unsere Region auch Nachteile.
Die Landschaft im Artland ist entstanden durch die Verlandung eines in der zweitjüngsten Eiszeit entstandenen Binnensees. Die Verlandung, hauptsächlich durch die, von der Hase eingebrachten Gesteinsmaterials, hat das typische tektonische Landschaftsbild geschaffen. Ackerfähige Anhöhen, die auch die ersten Besiedlungsplätze boten und weiträumige Niederungen, die meist als Bruchwälder und traditionell als Grünland vorliegen.
Das Bestreben Niederungen als Ackerland zu nutzen wurde von allen Generationen verfolgt und setzt sich bis heute fort. Es ist nicht nur mit erheblichen Anstrengungen verbunden sondern auch aus gesamtökologischer Sicht dienlicher feuchte Grünlandstandorte zu erhalten.
Eine Biogasanlage auf der Basis von Mais zu betreiben ist am einfachsten. Mais durch Gras oder Mais - Grasgemisch zu ersetzen ist möglich und von der Energieausbeute unter Berücksichtigung aller Ökobilanzen genau so effektiv. Die Steuerung ist in sofern aufwendiger, dass 3-4 mal pro Jahr unter Schönwetterbedingungen geerntet werden muss .
Es gibt aber beträchtliche Vorteile.
So z.B.:
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entseht keine Bodenerosion
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gibt es eine ganzjährige Begrünung
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eine geschlossene Grasnarbe ist der sicherste Schutz gegen Humusabbau
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das Landschaftsbild ist freundlicher, besonders in den Wintermonaten
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die Feuchtigkeitsregulierung der Grasnarbe bei Dürre aber auch bei Intensivniederschlag bis hin zu Überschwemmungen sind optimale Klimaschutzeffekte
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der Tourismus leidet nicht unter dem tristen Landschaftsbild Mais
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das Wild wird sowohl innerhalb als auch außerhalb der Vegetationsperiode weit weniger verdrängt
Eine weitere Forderung bei der Nutzung von Acker- und Grünlandflächen zur Energiegewinnung ist ein Umdenken in der Bewirtschaftung der Feldränder, Knicks, Böschungen usw. Gerade in den letzten 5 Jahren hat sich die Bewirtschaftung dieser so wichtigen Landschaftselemente sehr zum Nachteil verändert. Es ist mittlerweile gängige Praxis alle 30 m einen Baum stehen zu lassen um so noch gerade einer Bestrafung zu entgehen. In den Bereichen dazwischen wird sogar teilweise der Wurzelraum abgetragen. Die Biotopvernetzung durch aktive Feldränder ist aus ökologischer Sicht absolut erforderlich und kann sogar mit einer Prämie von 250,- € / ha gefördert werden.
Anmerkung: Das Land Bayern hat die Förderung dieser Landschaftselemente aus Eigenmitteln auf 1.000,- €/ha aufgestockt.
Wir dürfen bei intensiver Acker und Grünlandnutzung auf gar keinen Fall wild lebende Tiere und seltene Pflanzen verlieren. Unsere absolute Aufmerksamkeit ist gefordert.
Eine weitere Forderung ist es, gärfähige Abfälle aus privaten und gewerblichen Bereichen in die Biogasanlage einzubringen.
Des weiteren möchten wir dafür plädieren den Gewerbekern noch nicht auf die südliche Seite der Niedersachsenstraße zu verlegen. Wir gehen nicht von weiteren intensiven Gewerbeansiedlungen in der Zukunft aus. Zu dem gibt innerstädtisch genügend frei werdende Fläche und wir würden gerne die südliche Seite als unbebaute Landschaft erhalten. Die Geruchsbelästigung wird nur unwesentlich verändert.
Möglichst weiträumiger Landschaftserhalt ist einer Landschaftsbildzerstörenden Gewerbeansiedlung vorzuziehen.
In einer gewagten Zukunftsprognose bezüglich der Entwicklung regenerativer Energien halten wir die Biogastechnologie für eine Übergangslösung. Wind und Solar sind Primärenergielieferanten und werden sich auf Dauer durchsetzen.
Als Übergangstechnologie halten wir diese Technologie unter Einhaltung der oben genannten Kriterien für vertretbar.
In einer gewagten Zukunftsprognose bezüglich der Entwicklung regenerativer Energien halten wir die Biogastechnologie für eine Übergangslösung. Wind und Solar sind Primärenergielieferanten und werden sich auf Dauer durchsetzen. Als Übergangstechnologie halten wir die Biogastechnologie unter Einhaltung der oben genannten Kriterien für vertretbar und unterstützen den Vorsatz, keine gentechnisch veränderten Pflanzen zu verwenden.
In der Frage der sogenannten Teller-Tank-Diskussion ist von Seiten der Landwirtschaft, nach Einhaltung von Vertragsbedingungen, zu jeder Zeit ein Ausstieg möglich.
Bezogen auf das Gebiet des Artlandes sollte eine Nutzung durch NAWAROS nicht über dem bisherigen Anteil an stillgelegten Flächen liegen. Solange Lebensmittel vernichtet werden ist das Betreiben von Biogasanlagen legitimiert.
In der ganzen Diskussion darf nicht vergessen werden, dass wir, Bürgerinnen und Bürger als Verbraucher nicht alles haben können. Preisgünstige und reichhaltige Energie, billige Nahrungsmittel, Urlaub, Mobilität usw. stehen im Widerspruch zu aktivem Klimaschutz. Wenn wir uns nicht entscheiden, entscheidet die Ökologie über uns.
Der aktivste Klimaschutz ist und bleibt sparsames und einfaches Leben!
Infomaterial im PDF- Format Energiebilanz der Biogaserzeugung aus Gras- und Maissilage
Zuletzt geändert am: 16.03.2009 um 17:54
Zurück zur ÜbersichtKommentare
| Biogasanlage im Artland | am 23.03.2009 um 19:53 |
| hallo wollte mal wissen wo die Biogasanlage zwischen Badbergen und Quakenbrück denn nun genau stehen soll? Hab da bisher leider noch nichts genaueres zu gefunden. Gibts da eine Karte? würdet ihr die mal hier reinstellen? beste grüsse |
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| Anlage wo? | am 24.03.2009 um 16:41 |
| stand schon in der lokalpresse — nahe dem Draisinenbahnhof an der Südumgehung | |
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