Thorsten Kollmann

Mitglied im Samtgemeinderat,
Mitglied des Hauptausschusses(Veraltungsausschuss),
Mitglied des Finanzausschusses,
Aufsichtsratsmitglied der Bädergesellschaft.
Liebe Wählerinnen und Wähler,
ich trete an, um unsere gemeinsamen Ziele aktiv umzusetzen. In diesem Jahr kandidiere ich als Spitzenkandidat für den Ortsrat Menslage, dem Samtgemeinderat Artland und dem Kreistag im Osnabrücker Land.
Damit Sie sich gerne entschließen mir Ihre Stimmen zu geben, möchte ich kurz darüber informieren, welche Beweggründe für meine Kandidatur stehen, und warum Sie mir Ihre Stimmen geben sollten.
Als Erziehungswissenschaftler liegt mir besonders das Wohl unserer Kinder am Herzen. Ich trete an, um für eine nachhaltige und sozial gerechte Sozialpolitik zu kämpfen. Dabei ist die Reformation unseres Schulsystems ebenso wichtig, wie der Ausbau von entlastenden Familienhilfen. Das bisherige dreigliedrige Schulsystem ist nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Chancengleichheit ist geradezu ausgeschlossen. Im Laufe der Jahre ist die Hauptschule zu Brennpunkten gesellschaftlicher Konflikte geworden. Schülerinnen und Schüler, deren Leistung für eine Realschule nicht ausreichend sind, haben kaum eine Chance die Förderung zu bekommen, die das Fortkommen im Arbeitsleben begründen. In abgeschwächter Form finden wir diese Problematik dann auch in den Realschulen wieder. Gemeinsam müssen wir neue Wege bestreiten unsere Kinder auf das Leben vorzubereiten und ihnen den Schulabschluss zukommen zu lassen, der ihnen eine gesicherte berufliche Zukunft ermöglicht. Gesamtschule ist da derzeit offenbar der Stein der Weisen. Aber auch hier sind dringend Entwicklungen von Nöten. Individuelle Lernförderung, klassen- und fächerübergreifend und lebensnah problemorientiert ausgerichtete Lernstandorte sind aus meiner Sicht die Antwort auf die Bedürfnisse aktueller Standards.
Die bisherige Schulpolitik findet ihre Lösung in immer früherer Einschulung und immer früherer Schulabschlüsse. Dies kann nicht der richtige Weg sein. Von Anfang an sind Kinder damit beschäftigt zu lernen, ihre Umwelt zu begreifen und durch unendliches Ausprobieren ihren Platz in der Welt zu finden. Lassen wir ihnen diese Zeit, um fest Fundamente für sich selbst zu erreichen. Eine starke Wurzel ist die Grundlage stabilen Wachstums. Die zu frühe Einengung schulischer Lerninhalte zerstört die Basis des erfolgreichen Lernens. Daher plädiere ich für eine Reform des Grundschulsystems mit deutlich höherem Anteil an Praxisnaher Förderung. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder die anfangs langsam aber intensiv gefördert werden, im Späteren deutlich schneller und nachhaltiger Lernen- hier liegt die Lösung.
Betreuungsplätze, Kitas und Kindergärten waren von jeher gute Wege. Es ist aber von entscheidender Wichtigkeit, dass auch hier gezielte Förderung stattfindet. Ich halte aber nichts davon, dass das Angebot dazu führt, dass Kinder sich der Herkunftsfamilie entfremden. Es kann keine gute Wahl sein, Kinder in die Welt zu setzen, diese dann von „Fremden" erziehen zu lassen um sich selbst zu verwirklichen. Das degradiert Familien zu Brutmaschinen und begründet den Bruch der Familie, die eigentlich Quall und Zelle einer gesunden Gesellschaft sein sollte. Unsere Aufgabe besteht also darin Wege zu finden und zu bereiten, die die Koexistenz von Familie und Beruf auch wirklich ermöglicht. Dafür trete ich an.
Ich trete an für einen sinnvollen Umweltschutz, den Ausbau erneuerbarer Energien und das Schaffen von ökologischen und ökonomisch sinnvollen Arbeitsplätzen. Die Idee den Strompreis nach Verfügbarkeit zu berechnen findet meine volle Unterstützung. Demnach würde der Preis pro KWH in kürzesten Abständen neu berechnet, eine Zentrale Anzeige in jeder Verbrauchseinheit zeigt diesen an und lässt die Entscheidung frei und bewusst mit dem Stromverbrauch umzugehen. Intelligente Steuerungen in Elektrogeräten reagiert auf diese Preise und schaltet die Verbraucher nach Wichtigkeit der Aufgabe je nach Preisbindung ein und aus. Dieses Prinzip schafft neben vielen Arbeitsplätzen in Forschung und Entwicklung auch ein Bewusstsein für unseren Energieverbrauch. Es ist ein sinnvoller Umgang mit knappen Ressourcen und bietet eine Lösung mit schwankenden Energieverfügbarkeiten, die im Bereich der alternativen Energien nicht unüblich sind. Derzeit sucht man nach Möglichkeiten die bereitgestellte Energie zu Speichern. Pumpspeicherwerke, Elektrolyse und vieles mehr ist da im Gespräch. All diese Überlegungen gehen aber vom derzeitigen Energiebedarf, begründet auf unser Verbraucherverhalten, aus. Diese Lösungen sind teuer und stellenweise nur schwer umsetzbar. Würden wir aber intelligente Stromszenarien entwickeln, wie oben beschrieben, sähe das ganz anders aus. Die Umsetzung wird lange dauern und uns vieles abverlangen, aber es lohnt sich. Dafür möchte ich mich einsetzen.
Im Sinne der Inklusion bietet die Zukunft viele Chancen aber auch gewaltige Herausforderungen, denen ich mich gerne stelle. Schon aus eigener familiärer Betroffenheit liegt mir das Wohl von Menschen mit Behinderung sehr am Herzen. Es gilt die Vorgaben der WHO bzgl. der Rechte Behinderter „rücksichtlos" und ohne Wenn und Aber umzusetzen. Alte Strukturen in Gemeindeverwaltungen erschweren oftmals die Umsetzung der Rechte von Behinderten, dies gilt es aufzubrechen. Wenn wir von Inklusion sprechen beschränken wir die Sicht oftmals auf die Öffnung von Regelschulen für Kinder mit Behinderung. Es ist aber als alleiniger Weg der Falsche. Vielmehr sollten Förderschulen als Vorbilder genommen werden, denn hier liegen alle notwendigen Strukturen zur Förderung von behinderten Kindern. Es ist viel leichter Kinder ohne Behinderung in Förderschulen zu inkludieren als umgekehrt. Hier sollten Erfahrungen gesammelt werden und neue Richtlinien und Curriculi entwickelt werden, die dann an allen Schulen umgesetzt werden. Das Ziel ist erst dann erreicht, wenn niemand mehr darüber spricht, dass an dieser oder jener Schule Kinder mit Behinderung beschult werden.
Eines der größten Probleme und Aufgaben liegt in der Finanzlage unserer Gemeinden. Vielerorts werden enorme Kosten z.B. durch Verwaltungen verschlungen. Das darf so nicht sein. Es gilt sehr genau zu schauen, wo hier Einsparungen möglich sind. Gleichzeitig liegt die Aufgabe darin Unternehmen am Ort zu binden und Aufstockungen wohlwollend zu prüfen. Die Aufgaben, die vor uns liegen sind vielschichtig und finanziell belastend, da heißt es, jeden Cent einzunehmen den man bekommen kann. Agenturen und Institutionen die öffentlich, bzw. kommunal, gefördert sind, nicht aber produktiv arbeiten sind aufzulösen und die eingesparten Gelder neu zu verteilen.
Bildungschancen für Alle sind so unerlässlich, wie eine stabile und zukunftsträchtige Infrastruktur. Dazu bedarf es einer sinnvollen und effektiven Wirtschaftsförderung und vielem mehr.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit, und hoffe, Sie wissen nun warum Sie mir Ihre Stimme geben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung. Der hier dargestellte Abriss meiner politischen Ziele kann nur ein kleiner Überblick sein und hat keines falls den Anspruch auf Vollständigkeit.








