AntiGen- Flyer August 2010
Gen-Raps breitet sich unkontrolliert aus
Genetisch veränderter Raps kann sich auch über große Entfernungen ausbreiten. Das wollen Forscher an Straßenrändern im US-Bundesstaat North Dakota herausgefunden haben. Bei Tests zeigten fast 90 Prozent der Pflanzen Zeichen genetischer Veränderungen.
Pittsburgh-In ihrem Fokus steht die Rapspflanze, die bei Insekten wegen ihrer knallgelben Blüten besonders beliebt ist.Mit den Insekten können die Rapspollen weit reisen, die Auskreuzung droht. Und tatsächlich scheinen Forscher um Meredith Schafer von der University of Arkansas in Fayetteville das Problem großräumig nachgewiesen zu haben. Sie hatten Rapspflanzen an Autobahnen und Landstraßen im US-Bundesstaat North Dakota untersucht - auf einer Strecke von mehr als 5400 Kilometern. Dabei überprüften sie alle acht Straßenkilometer einen Abschnitt von 50 Metern Länge. Die Wissenschaftler sammelten - sofern vorhanden - je eine Rapspflanze als Stichprobe ein, wie sie auf der Fachtagung der Ecological Society of America in Pittsburgh berichteten. Auf diese Weise kam das Team zu insgesamt 406 Rapspflanzen. In deren Blättern suchten die Forscher nach Anzeichen von Eiweißen, die auf Resistenzen gegen bestimmte Pestizide hindeuten - Eigenschaften, die nur von genetisch veränderten Zuchtsorten stammen können.Das beeindruckende Ergebnis: 347 Pflanzen und damit 86 Prozent aller Stichproben wurden positiv auf solche Proteine getestet. Außerdem lag das Resistenz-Gen in einigen Individuen doppelt vor. Für die Forscher war das ein weiterer Beweis dafür, dass die Populationen sich bereits außerhalb der kultivierten Flächen angesiedelt und vermehrt haben müssen, weil es solche Pflanzen eben nicht im Handel zu kaufen gibt. Gentechnisch veränderter Raps wird in den USA bereits auf Anbauflächen von insgesamt mehr als zwei Millionen Hektar angebaut. Auch in Kanada, Chile und Australien wird er genutzt. In Deutschland war Gen-Raps ("Taurus") im Jahr 2007 versehentlich auf insgesamt tausend Hektar ausgesät worden. Auf den betroffenen Flächen durfte dann zwei Jahre lang kein Raps angebaut werden, um Kontaminierungen zu verhindern.Die Idee hinter den genetisch veränderten Pflanzen ist im Grunde simpel: Weil sie gegen bestimmte Pestizide resistent sind, können die Bauern ihre Felder mit Unkrautvernichtungsmittel besprühen, ohne dass dem Raps etwas passiert. Einen weiteren Vorteil sehen die Züchter genetisch veränderter Pflanzen in der gezielten Erhöhung bestimmter Inhaltsstoffe. Einige Rapssorten haben zum Beispiel einen höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Umweltschützer warnen hingegen vor Auskreuzungen, schädlichen Auswirkungen auf andere Organismen und die steigende Belastung der Böden durch die Mittel zur Schädlingsbekämpfung.
Glyphosat tötet menschliche Zellen.
Roundup in Dänemark seit 2003 verboten!
Die Kette der negativen Meldungen reißt nicht ab. Mit Recht wird Monsantos
Totalherbizied Roundup stark kritisiert. Die neue französische Studie von
November 2009 der Universität Caen wurde vor einiger Zeit von der
angesehenen American Chemical Society veröffentlicht. Hier wird gezeigt,
dass Rückstände des bekannten Glyphosat-Herbizids Roundup in allen GVO Lebens und Futtermitteln nachweisbar sind, bei menschlichen Zellen schädlich und sogar tötlich wirken können, speziell für Embryo-Plazenta und
Nabelschnurzellen, selbst bei sehr niedrigen Mengen. Die Erkenntnisse der
französischen Wissenschaftler sind besonders für jene deutlich peinlich, die in der Vergangenheit immer behauptet haben, dass ausreichend
wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben, dass GVO Pflanzen sicher für den menschlichen Verzehr sind. Roundup bindet Spurenelemente im Boden und behindert deren Aufnahme durch die Pflanzenwurzeln und führt somit zu
Ertragsrückgang und verringerter Krankheitsabwehr, auch sind negative
Effekte auf das Bodenleben und Nichtzielorganismen möglich. Der Eintrag von
Roundup in Gewässern kann dort lebende Organismen schädigen. Bei mehrmaligen Roundupbehandlungen treten vermehrt Resistenzen auf. Mindestens 14 verschiedene Wildpflanzensorten sind mittlerweile bekannt, die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher sein. Fische und Amphibien reagieren besonders empfindlich auf Roundup.Agentinische Wissenschaftler brachten auch genetische Missbildungen bei Amphibien in Verbindung mit Roundup. Es gibt Befürchtungen, dass Roundup für dass weltweite Amphibiensterben
mitverantwortlich ist.
Monsanto hat vielmehr als nur ein Imageproblem, die argentinischen Ärzte und Umweltverbände stellten beim höchsten Gericht des Landes einen Antrag, um Roundup zu verbieten. Nachdem argentinische Wissenschaftler von einem hohen Vorkommen von Fehlgeburten und Missbildungen bei Neugebohrenen sowie eine um 50% erhöhte Krebsrate bei Menschen, die in der Nähe der mit Roundup
gespritzten Feldern leben berichteten. Vielfach werden die
Roundup-resistenten Pflanzen als ein Mittel gepriesen, um die Erträge zu
steigern, dieses Versprechen bleibt weitgehend unerfüllt. Wieviele Studien
müssen noch gemacht werden, bis dieses Mittel verboten wird , wie in
Dänemark, wo es schon seit 2003 verboten ist.
Italienische Fütterungs-Studie belegt Veränderungen bei Ziegennachwuchs durch Gentech-Futter des Muttertieres
Wien (OTS) - Beim Einsatz von Gentech-Futtermitteln finden sich
Synthetische Gensequenzen in Ziegen und Ziegenkitzen. Dies ist der alarmierende Befund einer aktuellen Fütterungs-Studie der Universität Neapel. Und dies obwohl der Ziegennachwuchs nur mit der Milch des Muttertieres ernährt wurde.
„Nun ist wissenschaftlich belegt, dass Bestandteile von Gentech-Nahrung in die Organe gelangen und dort Veränderungen hervorrufen können. Dass selbst das Jungtier, das nicht mit Gentech-Futter in Kontakt kam, die künstlichen
Gene in Leber, Herz und Niere aufweist zeigt, dass hier ein Dominoeffekt entstehen kann", warnt Jens Karg, Sprecher der Umweltschutzorganisation
GLOBAL 2000.
Die ForscherInnen der Universität Neapel fütterten zehn Ziegen zwei Monate
vor und nach dem Ablammen mit Gentech-Soja und eine Kontrollgruppe mit
gentechfreiem Soja. Die Kitze wurden dann zwei Monate ausschließlich mit der Milch der Ziegenmütter ernährt. Bei der Gruppe, deren Muttertiere mit
Gentech-Soja gefüttert wurden, konnte die Fremd-DNA in Nieren, Leber, Blut
sowie im Herzen der Ziegenkitze nachgewiesen werden. Zusätzlich wurden
Unterschiede in den Enzymaktivitäten festgestellt. Möglichen Auswirkungen
auf die Gesundheit der Tiere muss in Folgestudien nachgegangen werden.
„Die Studie ist ein Alarmsignal an die Lebensmittelproduktion. Auswirkungen der Gentechnik in Nahrungs- und Futtermitteln sind völlig unzureichend erforscht, deshalb hat Gentechnik in der Lebensmittelkette nichts verloren", so Karg.
Berlin - Die Bundesregierung ist mit ihrem Vorstoß für eine EU-weite Kennzeichnung für Fleisch von Tieren, die genmanipuliertes Futter bekommen haben, gescheitert. "Wir haben versucht, in Europa eine Positivkennzeichnung durchzusetzen - leider ohne Erfolg", sagte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) der "Bild am Sonntag". Die Forderung finde weder bei der EU-Kommission, noch bei den anderen Mitgliedstaaten Unterstützung. Die Bundesregierung setzt laut Aigner nun auf freiwillige Lösungen wie das "Ohne Gentechnik"-Siegel, das in Deutschland immer mehr Lebensmittelhersteller nutzten.
Hersteller sind grundsätzlich dazu verpflichtet, alle gentechnisch veränderten Nahrungsbestandteile in den Zutatenlisten auf den Verpackungen abzudrucken. Ausgenommen von der Pflicht sind aber Tierprodukte wie Milch, Eier und Fleisch oder Zusatzstoffe, die von gentechnisch veränderten Bakterien erzeugt wurden. Das freiwillige Siegel "Ohne Gentechnik" der Bundesregierung bekommt nur, wer nachweisen kann, dass Tiere nicht mit Futter wie Gensoja gefüttert wurden oder dass keine gentechnisch veränderten Bakterien eingesetzt wurden.
Ein weiterer Vorschlag der Bundesregierung zur europaweiten Kennzeichnung von Lebensmittel-Imitaten wie Analog-Käse oder Schinken-Imitaten stieß nach den Worten Aigners hingegen auf positive Resonanz. Deutschland habe auf europäischer Ebene einen Kennzeichnungsvorschlag eingebracht, den das Europäische Parlament unterstütze. "Wir sind hier also auf einem guten Weg", sagte sie.







